Umwelt und Bauen - Aus Konflikten Nachhaltigkeit lernen
Wie kann man Bauprojekte und Umwelt miteinander in Einklang bringen? Und was sind in Zukunft Erfolgsfaktoren für gelungene städtebauliche Entwicklungsprozesse? Das waren die Themen des Agenda-Gesprächs „Bauen und Umwelt – Aus Konflikten Nachhaltigkeit lernen“ am 24.Oktober.
Die neue Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen, Simone Raskob, berichtete von ihren Erfahrungen bei der Entwicklung der Wasserstadt in Berlin.
Professor Manfred Hegger vom Lehrstuhl Entwerfen und energieeffizientes Bauen an der Technischen Universität Darmstadt, erzählte von seinen Erfahrungen beim Bau der Akademie Mont Cenis in Herne. Mehrere Gebäude, u.a. eine Bibliothek und ein Hotel, stehen dort unter einer Glashülle. Ein Vorzeigeprojekt, dass mehr Energie erzeugt als es verbraucht.
Nach den Vorträgen tauschten sich die Teilnehmer in kleinen Gesprächskreisen aus und formulierten Empfehlungen zum Thema Umwelt und Bauen und wie man städtische Entwickungsprojekte nachhaltig gestalten kann.
Hier finden Sie drei Empfehlungen aus der Schlussrunde (Texte redaktionell bearbeitet und gekürzt):
1 Simone Raskob
[Statement von Simone Raskob im MP3-Format]
„Was ich aus meinen Erfahrungen gelernt habe: Man braucht einen langen Atem für solche städtebaulich nachhaltigen Projekte wie z.B. den Kruppgürtel hier in Essen. Und solche Projekte müssen auch über mehrere Legislaturperioden mitgetragen werden. (…) Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung ist immer mit marktwirtschaftlichen Mechanismen zu kombinieren, weil sie sonst nicht „passieren“.
„Ich glaube das Projekt „Wasser in der Stadt“ wie es die Emschergenossenschaft machen will ist ein Thema für Essen. Auch da werden wir sehr nachhaltig am Ball bleiben. Das ist auch notwendig, wenn man sieht, dass Karl Ganser im Rahmen der IBA diese ganzen Ideen 1999 schon vorgedacht hat. Und jetzt erst reden wir konkret darüber , dass die Zuflüsse der Emscher in stadtentwicklungspolitische Fragestellungen zum Gewässerumbau mit einbezogen werden. Daran sieht man, wie lange solche Visionen brauchen, bis sie operativ realisiert werden. Und diese Nachhaltigkeit wünsche ich mir von der Politik, der Öffentlichkeit, aber auch von den Fachleuten."
2 Manfred Hegger
[Statement von Manfred Hegger im MP3-Format]
„Nachhaltigkeit wird in den Diskussionen häufig nur unter ökologischen Gesichtspunkten behandelt. Nachhaltigkeit hat eigentlich drei Aspekte: die Ökologie, die Ökonomie und die Kultur. Das ist nicht nur eine Frage von gutem Gewissen, sondern auch von Effizienz, also dem Umgang mit Ressourcen. Und damit wird es zu einer Sache, die alle angeht und damit nicht in einer Öko-Ecke hängen bleibt.“
3 Publikum
[Statement aus dem Publikum]
"Stadtentwicklung darf nicht an den Bürgern vorbei gemacht werden. Der Bürger muss mitgenommen werden."
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Links zum Thema:
www.wasserstadt.de
www.akademie-mont-cenis.de
www.emschergenossenschaft.de
www.essen.de
Floating Homes (Häuser auf dem Wasser)
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